What are human beings comprised of?

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Woraus besteht der Mensch

2. Woraus besteht der Mensch in spiritueller Hinsicht?

3. Der physische Körper

4. Der Vitalkörper

5. Der mentale Körper oder Geist 

6. Der Intellekt

7. Das feinstoffliche Ego

8. Die Seele

9. Der feinstoffliche Körper

10. Unwissenheit oder Unbewusstheit

 

1. Einführung: Woraus besteht der Mensch

In diesem Artikel gehen wir auf den Aufbau des menschlichen Körpers und insbesondere auf seine verschiedenen feinstofflichen Körper ein. Die moderne Wissenschaft hat mittels eingehender Untersuchungen ein gewisses Verständnis über den physischen Körper erlangt. Aber leider ist ihr Verständnis der anderen Aspekte der menschlichen Existenz noch sehr beschränkt. So werden z.B. die menschliche Psyche und der Intellekt immer noch fast ausschliesslich in Relation zu ihren Auswirkungen auf den physischen Körper betrachtet. Die Wissenschaft der Spiritualität andererseits hat den Mensch in seiner Gesamtheit bis ins kleinste Detail studiert.

2. Woraus besteht der Mensch in spiritueller Hinsicht?

Eine lebende Person besteht aus den folgenden Körpern:

  1. Physischer Körper

  2. Vitalenergiekörper oder Vitalkörper (Pran-deha)

  3. Mentaler Körper oder Mentalkörper (Mano-deha)

  4. Intellektueller Körper oder Kausalkörper (Karana-deha)

  5. Feinstoffliches Ego oder Suprakausalkörper (Mahakarana-deha)

  6. Seele oder das Gottesprinzip in jedem von uns (Atma)

 

Subtle body, Vital Body, and Physical Body

 

Im Folgenden beschreiben wir diese verschiedenen Körper eingehender.

3. Der physische Körper

Das ist der Körper, den die moderne Wissenschaft am besten kennt. Er besteht aus dem Knochengerüst, den Muskeln, dem Gewebe, Blut, den Organen, fünf Sinnesorganen usw.

4. Der Vitalkörper

Dieser Körper wird auch Prandeha genannt. Er liefert und regelt die lebenserhaltende Energie für alle Funktionen des physischen und mentalen Körpers. Es gibt grundsätzlich fünf Arten der vitalen Energie oder Prana:

  • Prana: Energie des Einatmens.

  • Udana: Energie des Ausatmens und Sprechens.

  • Samana: Energie für die Aktivität des Magens und Darmes.

  • Vyana: Energie für bewusste und unbewusste Bewegungen des Körpers.

  • Apana: Energie für das Urinieren, die Ausscheidung, die Ejakulation, die Geburt usw.

Beim Tod löst sich die Vitalenergie und fliesst zurück ins Universum. Gleichzeitig unterstützt sie den feinstofflichen Körper auf seinem weiteren Weg im Jenseits, indem sie ihm den nötigen Schwung (Gati) gibt.

5. Der Mentalkörper oder Geist

Im Mentalkörper (Manodeha) oder Geist sind unsere Gefühle, Emotionen und Wünsche gespeichert. In ihm sind die unzähligen Impressionen (Abdrücke bzw. Eindrücke) unseres jetzigen Lebens und auch der vergangenen abgespeichert. Er besteht aus drei Teilen:

  • Das Bewusstsein: Das ist jener Teil unserer Gedanken und Gefühle, derer wir uns bewusst sind.

  • Das Unterbewusstsein: Es birgt alle Impressionen, die wir brauchen, um das Schicksal (Prarabdha) unseres jetzigen Lebens zu erfüllen. Manchmal tauchen Gedanken aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein auf, werden uns bewusst. Oft sind es Reaktionen auf einen Impuls von aussen, doch hin und wieder erscheinen sie auch ohne äusseren Stimulus. Das ist dann der Fall, wenn uns zum Beispiel im Lauf eines Tages willkürliche nicht zusammenhängende Gedanken über irgendeine Begebenheit in unserer Kindheit in den Sinn kommen.

  • Das Unbewusste: Von diesem Teil unseres Geistes ahnen wir absolut nichts. Es enthält alle Eindrücke, die mit unserer gesamten angesammelten Geben-Nehmen-Rechnung (Karma) verbunden sind.

Das Unterbewusstsein und das Unbewusste zusammen nennt man das Chitta.

Manchmal verweisen wir auf einen Aspekt des Mentalkörpers, nämlich den Körper der Begierden oder Wünsche, auch Vasanadeha genannt. Das ist der Aspekt des Geistes, der alle Impressionen (Abdrücke) unserer Verlangen speichert.

Bitte lesen Sie den Artikel über Warum wir tun, was wir tun und ebenso das e-Tutorial (z.Zt. nur auf englisch) mit demselben Titel, um die funktionelle Struktur des Geistes zu verstehen.

Das körperliche Organ, das mit dem Mentalkörper assoziiert und direkt verbunden ist, ist das Gehirn.

6. Der Intellekt

Der Kausalkörper (Karanadeha) oder auch Intellekt-Körper hat die Aufgabe, den Prozess der Entscheidungsfindung und die Denkfähigkeit zu ermöglichen. Das Körperorgan, das mit dem Intellekt-Körper assoziiert ist, ist das Gehirn.

7. Das feinstoffliche Ego

Das feinstoffliche Ego oder der Suprakausalkörper (Mahakaranadeha) ist die letzte Bastion des Nicht-Wissens und damit des Gefühls, eine von Gott getrennte Existenz zu haben.

8. Die Seele

Die Seele (Atma) als das in uns innewohnende Gottesprinzip ist unsere wahre Natur. Unser feinstofflicher Körper wird fast vollständig von ihr ausgefüllt, sie ist seine Hauptkomponente. Sie ist ein Teil des Höchsten Gottesprinzips mit den Qualitäten der Absoluten Wahrheit (Sat), des Absoluten Bewusstseins (Chit) und der Glückseligkeit (Anand). Die Seele bleibt von den Höhen und Tiefen im Leben unberührt und befindet sich in einem immerwährenden Zustand von ewiger Glückseligkeit. Das Auf und Ab des Lebens im Maya (oder der Grossen Illusion) betrachtet sie aus einem übergeordneten Beobachterstatus heraus. Die Existenz der Seele ist jenseits der drei feinstofflichen Grundkomponenten. Der Rest unseres Bewusstseins (wie der physische Körper, der Mentalkörper usw.) aber bestehen daraus.

9. Der feinstoffliche Körper

Der feinstoffliche Körper ist der Teil unseres Seins oder Bewusstseins, der sich zum Zeitpunkt unseres Todes von unserem Physischen Körper trennt. Er besteht aus dem Mentalkörper, dem Kausalkörper oder Intellekt, dem Suprakausalkörper oder Ego und der Seele. Was zum Zeitpunkt unseres Todes zurückbleibt ist unser physischer Körper. Die Vitalenergie geht zurück ins Universum.

Hier folgen nun noch andere Aspekte des feinstofflichen Körpers.

  • Feinstoffliche Sinnesorgane:Unter feinstofflichen Sinnesorganen verstehen wir die subtilen Aspekte unserer fünf Sinne, die uns helfen, die feinstoffliche Dimension wahrzunehmen. Wir riechen (d.h. nehmen wahr) z.B. den Duft von Jasmin, obwohl es keine physische Quelle dafür gibt. Dieser Geruch kann auch nur von einer Person im Raum wahrgenommen werden, während andere ihn nicht riechen. Bitte lesen Sie dazu den Artikel Was ist der sechste Sinn? – dort werden die Details genauer beschrieben.

  • Feinstoffliche Bewegungsorgane: Unter feinstofflichen Bewegungsorganen verstehen wir den feinstofflichen Aspekt unserer Bewegungsorgane wie unserer Arme, Zunge usw. Alle Aktivitäten werden durch die feinstofflichen Bewegungsorgane ausgelöst und anschliessend in der physischen Dimension von unserem Bewegungsapparat ausgeführt.

10. Unwissenheit oder Unbewusstheit

Alle Aspekte unseres Seins mit Ausnahme der Seele, sind Teile des Maya oder der Grossen Illusion. Man nennt es die Unwissenheit/Unbewusstheit oder Avidya, was wörtlich übersetzt soviel bedeutet wie: die Abwesenheit von Wissen. Dass wir das Wort Unwissenheit oder Avidya verwenden, hängt mit der Tatsache zusammen, dass wir uns mit unserem Körper, Geist und Intellekt identifizieren und unsere wahre Natur, nämlich die Seele oder das Gottesprinzip in uns nicht wahrnehmen.

Nature of God, Maya and Humans

 

Unwissenheit (Unbewusstheit) ist die Ursache der Traurigkeit, des Leidens und des Nicht-Glücklichseins. Menschen hängen am Geld, dem eigenen Haus, der Familie, Stadt, Land usw. Je stärker die Bindung bzw. Verhaftung an ein Individuum oder einen Gegenstand ist, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass daraus Leid oder Unglücklichsein entsteht. Sogar ein vorbildlicher Sozialarbeiter oder ein Heiliger kann an die Gesellschaft beziehungsweise an Seine Anhänger verhaftet sein. Die stärkste Bindung, die wir alle haben, ist die Bindung an unseren eigenen Geist und Körper. Die kleinste Unannehmlichkeit oder Krankheit kann uns unglücklich machen; daher sollten wir uns alle auf unserem Lebensweg Schritt für Schritt von unserem Selbst lösen und lernen, Schmerz und Krankheit zu akzeptieren. Dies kann nur mit dem inneren Verstehen geschehen, dass wir sowohl Glück als auch Unglück zu allererst aufgrund unseres Schicksals (Karmas) durchmachen müssen. Nur durch die Identifikation mit unserer Seele können wir anhaltende Glückseligkeit erleben.

Die Seele und das Nicht-Wissen/die Unwissenheit bilden zusammen die verkörperte Seele (Jiva). Die Unwissenheit einer lebenden Person besteht aus insgesamt zwanzig Elementen: Der physische Körper, die fünf feinstofflichen Sinnesorgane, die fünf subtilen Bewegungsorgane, die fünf Vitalenergien, das Bewusstsein, das Chitta, der Kausalkörper und das Ego. Da die Funktionen der subtilen Körperkomponenten permanent arbeiten und aktiv sind, richtet sich die Aufmerksamkeit der verkörperten Seele auf sie. Die Jiva konzentriert sich also auf diese Aktivität anstatt auf die Seele, steuert weg vom Spirituellen Wissen und hin zur Unwissenheit.

 

 

Email to a friendPrint viewComment

Subscribe

SubscribeAsk a question

SSRFon

About Spiritual Research